Ludwigsburg

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LivingL(a)B

Starke Bürgerbeteiligung hat in Ludwigsburg Tradition, wie die Zukunftskonferenzen zeigen

Unsere Vision

„Jeder kann etwas dazu beitragen, Ludwigsburg noch lebenswerter zu machen!“ Dieser Einladung von Oberbürgermeister Werner Spec sind bei der 5. Zukunftskonferenz im April in Ludwigsburg mehr als 250 Menschen gefolgt. Ein Zeichen dafür, dass Bürgerbeteiligung in der 91.000-Einwohner-Stadt in Baden-Württemberg gut funktioniert. Schon seit Jahren setzen Bürgermeister und Stadtverwaltung auf das Know-how und die Phantasie der Bevölkerung. Stolz ist man in Ludwigsburg, der schmucken Stadt mit den barocken Schlössern, vor allem darauf, dass Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen und Altersgruppen gelingt. Auf der jüngsten Bürgerkonferenz im April 2015 ging es unter anderem um die Teilhabe aller am öffentlichen Leben der Stadt sowie einer gerechten Verteilung der Lasten zwischen den Generationen. 

Industrie und Wissenschaft erarbeiten Lösungen

Ein weiterer, neuer Schritt in Richtung Zukunft wird das „LivingL(a)B“ sein. Was kann man sich unter einem „lebendigen Labor“ vorstellen? Die Jury des BMBF-Städtewettbewerbs ließ sich von dem Ansatz überzeugen, dass Wirtschaft und Wissenschaft in Ludwigsburg in Zukunft noch enger zusammenrücken werden. Das „LivingL(a)B“ fußt auf einem Verständnis dafür, dass Industrie und Wissenschaft zunehmend Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten erarbeiten können – selbstverständlich in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung. Bestes Beispiel dafür ist das starke Engagement Ludwigsburgs in Sachen Elektromobilität.

In den vergangenen Jahren sind gemeinsam elf Themenfelder identifiziert worden, die für die Gestaltung der Zukunft von elementarer Bedeutung sind:

Attraktives Wohnen, Bildung und Betreuung, Energie, Grün in der Stadt, kulturelles Leben, lebendige Innenstadt, Mobilität, vielfältige Sportangebote, vitale Stadtteile, Wirtschaft und Arbeit sowie Zusammenleben von Generationen und Nationen. Für jedes dieser Themenfelder sind außerdem bereits Masterpläne erarbeitet worden, die erste Maßnahmen und Verbesserungspläne vorsehen. Nun wird dafür gesorgt, dass alle Maßnahmen und Projekte, die einem Themenfeld zugeordnet werden können, in ihrem Arbeitsstand, ihren finanziellen Auswirkungen, ihren Zeitplänen und ihrer Bedeutung für die strategischen Ziele der Stadtentwicklung abgebildet werden.

Auch der Imagefaktor spielt eine große Rolle

Entsprechend der elf Themenfelder haben zudem die Unternehmen in der Region für ihre wirtschaftliche Entwicklung die Zukunftsfelder Energie (Abwärmenetze, Fernwärmeverbünde), Mobilität (Sharingmodelle, Mitfahrplattformen) und Imagefaktoren (Qualität öffentlicher Räume, qualitätsreiche Essensversorgung) ausgemacht. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern werden mögliche Zukunftsszenarien durchgespielt und anschließend bewertet. Wissenschaftlicher Partner ist die Hochschule für Technik (HfT), die Formate für Zusammenarbeit mit einem Expertenbeirat für die Zukunftsthemen Energie, Mobilität, IT und Gebäude plant. Darüber hinaus soll die HfT Ansätze entwickeln, wie das Format LivingL(a)B in den weiteren Prozess der Zukunftsstadt integriert werden kann.

Mit Hilfe des Fraunhofer IAO werden zudem Ansätze für die Weiterentwicklung der Verwaltung erarbeitet.

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