Dr. Ulrich Hatzfeld

Leiter der Unterabteilung Grundsatzangelegenheiten, planungsrelevante Rechtsetzung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Dr. Ulrich Hatzfeld
Dr. Ulrich Hatzfeld

Dr. Ulrich Hatzfeld ist Leiter der Unterabteilung Grundsatzangelegenheiten, planungsrelevante Rechtsetzung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Das BMUB verantwortet neben der Umwelt- und Naturschutzpolitik die Stadtentwicklungs-, Bau- und Wohnungspolitik der Bundesregierung. Im Mittelpunkt stehen dabei Förderprogramme etwa zur Stadtentwicklung und zum Wohnen, gesetzliche Steuerungsinstrumente und die stadt- und baubezogene Forschung.

Dr. Ulrich Hatzfeld war rund 20 Jahre selbständiger Stadtplaner, bevor er ins nordrhein-westfälische Ministerium für Stadtentwicklung wechselte und dort unter anderem für die Bereiche Städtebauförderung, Planungsrecht, Baukultur und Forschung zuständig war. Seit etwa zehn Jahren stellt er seine Expertise in den Dienst des Bundes.

 

In welcher Stadt sind Sie zu Hause? Was ist Ihre Vision für die Zukunft dieser Stadt? 

Ich wohne und lebe in zwei Städten: Hamburg und Berlin. Beide Städte haben – aufgrund ihrer Geschichte, ihrer Wirtschaftskraft und ihrer regionalen Einbettung – fantastische Zukunftsoptionen. Es gilt, diese Optionen zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern in Richtung einer sozial gerechten, offenen und demokratischen Stadt umzusetzen. 

 

Was ist für Sie in Zukunft die zentrale Herausforderung für unsere Städte/Gemeinden? 

Auf unsere Städte kommen zahlreiche Belastungen zu: soziale Polarisierungen, Zu- und auch Abwanderung, energetischer Stadtumbau, Digitalisierung – um nur einige zu nennen. Aber die Städte sind stark und haben in der Vergangenheit zahlreiche Krisen und Katastrophen überstanden. Die zentrale Herausforderung besteht darin, die vieldimensionalen Veränderungsprozesse in einem demokratischen Umfeld zu steuern.

 

Warum ist der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des BMBF für Sie wichtig? 

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ist eine der seltenen Gelegenheiten, strukturiert über die „langen Linien“ der Stadtentwicklung nachzudenken und diese mit dem wichtigsten Potential der Stadtentwicklung, der Gestaltungskraft und dem Gestaltungswillen der Stadtbewohner, abzustimmen. Fern von Tagespolitik fördert das „Nachdenken bei gelockerter Vernunft“ häufig die wichtigen Probleme und Chancen einer Stadt zu Tage.

 

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